Die Anklagepunkte im Fall Epstein wiegen sehr schwer und sie wogen auch schon vor über einem Jahrzehnt äusserst schwer. Jeffrey Epstein soll jahrelang mehrere Dutzend Frauen sexuell genötigt und in einem Pädo-Ring seinen reichen Freunden angeboten haben.

Der Hasenbau könnte tiefer sein, als uns die etablierten Medien glauben machen.

Ein riesiger Skandal war schon 2008, dass der Financier, dessen genaue Herkunft des Reichtums mehrheitlich unklar ist, gegen ein einfaches Schuldeingeständnis eine geheime Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft unterzeichnen konnte, die ihn vor einer drakonischen Strafe bewahrte.

Eigentlich hätte Epstein von Alexander Acosta keinen Deal bekommen sollen, sondern direkt lebenslang in den Knast wandern müssen. Die Beweislage war erdrückend.

Nur eben: Wer in den USA mit den Mächtigen beider Parteien und den bekannten Grössen aus dem Showbusiness befreundet ist und obendrein genug Geld besitzt, kann sich über jedes geltende Recht hinwegsetzen.

Dies ist die traurige Wahrheit. Und sie könnte sich auch diesmal, wo der Miami Herald mutig recherchiert und neue Indizien geliefert hat, wiederholen.

Denn wenn eines klar geworden ist, dann dies: Die Machteliten Amerikas decken sich gegenseitig, weil sie von den Machenschaften ihrer Kollegen wissen und sich jeder gegenseitig ans Messer liefern kann, sollte jemand kalte Füsse kriegen.

Hinzu kommt eine notorisch korrupte Polizei und Justiz, die ihre eigene Macht ebenfalls missbraucht.

In seinem überaus lesenswerten Artikel plädiert John Whitehead im Zerohedge für die Wiederherstellung des Rechtsstaats in Amerika:

We need to restore the rule of law for all people, no exceptions.

Here’s what the rule of law means in a nutshell: it means that everyone is treated the same under the law, everyone is held equally accountable to abiding by the law, and no one is given a free pass based on their politics, their connections, their wealth, their status or any other bright line test used to confer special treatment on the elite.
This culture of compliance must stop.

https://www.zerohedge.com/news/2019-07-09/john-whitehead-exposes-americas-heart-darkness-sexual-predators-within-power-elite

Wer überall mit dem Finger auf andere zeigt…

… sollte selber wenigsten eine einigermassen saubere Weste haben, nicht? Wir alle kennen den Spruch: „Man kehre zuerst vor der eigenen Haustür.“

Warum nehmen es sich die Amerikaner immer und überall heraus, anderen Ländern ihre unzulänglichen Gerichte und Rechtssprechung vorzuhalten, wenn sie selbst die grösste Oligarchie und Kleptokratie darstellen, die die Welt je gesehen hat? Ein überdimensionaler Gefängnissektor, der davon lebt, dass möglichst viele Afroamerikaner und Latinos im Gefängnis sitzen? Ein Staat, in dem polizeiliche Willkür und Gewalt nicht nur daher rühren, dass Rassismus ein tief verwurzeltes Problem ist, sondern auch daher, dass die Polizei fast genauso schwer bewaffnet ist wie das US-Militär? Ein Land, in dem sich nur reiche Eliten gute Unis leisten können und sich die Präsidenten aus den imme gleichen Familien den Stab übergeben? Die USA sind keine Demokratie. Wer das behauptet, hat schlicht keine Ahnung.

Die US-Regierungen der vergangenen mindestens 30 Jahre haben auf der ganzen Welt Krieg gesät, unschuldige Zivilisten weggebombt und dabei Ressourcen unter Kontrolle gebracht – immer mit dem Verweis, dass man gerade den Bösewicht X und die Diktatur Y disziplinieren und das Volk vor ihm befreien müsse, weil man ja so gutmütig ist. Die Befreiung sieht dann jeweils Bombenteppiche und wirtschaftliche Strangulation vor, sodass dadurch mehr Leute umkommen, als unter dem angeblichen Diktator in Jahrzehnten… Die USA verkaufen das immer sehr gut, nicht? Libyen, Irak, Afghanistan.. Alles gescheiterte Staaten, dank den USA und den westlichen Verbündeten.

Man mag von anderen Grossmächten und Regierungen in fernen Ländern halten was man will, jedoch bleibt eines immer überprüfbar: Kein einziges Land der Gegenwart hat so viele Menschen in unnötigen Kriegen ausradiert, wie die USA. Systematisch wurde dabei das Völkerrecht mit Füssen getreten.

Auch wenn in einigen dieser Länder Rechtstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und -vielfalt sowie demokratische Strukturen häufig schwach oder gar inexistent sind, beanspruchen sie keinen alleinigen, selbstdeklarierten Führungsanspruch in der Welt, wie dies die Amerikaner tun. Der „American Exceptionalism“ befreit die Amerikaner von der Einhaltung des internationalen Rechts, denn schliesslich sind sie der Weltpolizist.

Sie setzen ihren Hegemonie mit brutaler Waffengewalt, illegalen CIA Regime-Change Operationen, einseitigen Wirtschaftssanktionen, Militärtraining und Rüstung an terrorfinanzierende Wüstenmonarchen (Saudiarabien, die damit den Jemen mit Krieg überziehen) durch.

Genau wie für Epstein gilt auch für die restliche Amerikanische Machtelite: „Wir sind vom Recht ausgenommen, welches wir anderen aufdrängen.“

Man kann nur hoffen, dass die Amerikaner mit dieser Haltung irgendwann komplett alleine dastehen.

Veröffentlicht von Gino

Ich will den Dingen auf den Grund gehen. Oder einfach meine Meinung dazu schreiben. Vorsicht: Ich habe einen Hang zum Verschwörerischen, denn ich bin überzeugt, dass Verschwörungen existieren, vornehmlich ganz zuoberst in unserer Gesellschaft.

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